Bericht Aufarbeitungsgruppe Hermann Gmeiner

Winterbild

Bericht der Aufarbeitungsgruppe Hermann Gmeiner

zum Gesprächsabend mit geladenen Interessierten, am 20.01.2026

 

Aufarbeitung im Dialog 

 

Gesprächsabend der Aufarbeitungsgruppe Hermann Gmeiner mit geladenen Interessierten

Am 20. Jänner lud die Aufarbeitungsgruppe Hermann Gmeiner zu einem Gesprächsabend mit geladenen Interessierten ein. Eingeladen waren alle Personen, die sich im Vorfeld bei der Gemeinde gemeldet haben, um in den weiteren Prozess eingebunden zu werden. Ausgangspunkt sind die bekannt gewordenen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen Hermann Gmeiner und die öffentliche Veranstaltung im Dezember. Ziel war es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und eine tragfähige Grundlage für die weiteren Schritte der Aufarbeitungsgruppe zu erarbeiten. Der Gesprächsabend war von intensiven Wortmeldungen und einer hohen inhaltlichen Dichte geprägt.

 

Ein vielschichtiges Thema

Wie erwartet zeigten sich unterschiedliche Zugänge und Erwartungshaltungen. Im Verlauf des Abends wurde deutlich, dass die Auseinandersetzung mit den Vorwürfen sexualisierter Gewalt, Fragen der Verantwortung und dem Spannungsfeld zwischen Person, Werk und Erinnerungskultur emotional wie gesellschaftlich vielschichtig ist. Der Schutz von Kindern sowie die Bedeutung von Prävention und Sensibilisierung wurden dabei wiederholt als zentrale Themen benannt. Die Aufarbeitungsgruppe hielt fest, dass zum Thema Kinderschutz, als eigenständiges und zukunftsrelevantes Thema, Akzente gesetzt werden sollen. Ziel ist es, Verantwortung nicht nur rückblickend zu diskutieren, sondern auch konkrete Lernprozesse für Gegenwart und Zukunft zu ermöglichen.

  

Ausblick 

Die bekannt gewordenen Vorwürfe erfordern eine sorgfältige Neubewertung und stellen die Gemeinde vor komplexe fachliche, gesellschaftliche und ethische Fragen. Angestrebt wird keine rasche Kompromisslösung, sondern ein Konsens, der von einer breiten Mehrheit getragen werden kann und der Komplexität des Themas gerecht wird. Im Zuge der weiteren Arbeit sollen Formate des Austauschs geschaffen werden, etwa in Form von Informations- oder Diskussionsveranstaltungen. Der eingeschlagene Weg des offenen Dialogs und der sorgfältigen Auseinandersetzung soll konsequent fortgeführt werden. Der Vorschlag für diese weitere Vorgehensweise wird in einem nächsten Schritt mit der Gemeindevertretung Alberschwende abgestimmt.

26.01.2026 08:41